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Implantologie

Zahnersatz im eigentlichen Sinne

Implantate sind künstliche Zahnwurzeln, die mit einem künstlichen Aufbau verschraubt werden, auf dem eine Krone zementiert wird. So können einzelne Zähne ersetzt, ein Restzahnbestand komplettiert oder Totalprothesen befestigt werden.

Die 10 häufigsten Fragen zum Thema Zahnimplantate

1. Woraus bestehen Zahnimplantate?

Zahnimplantate werden seit den 70-er Jahren eingesetzt. Es haben sich mittlerweile Zahnimplantate aus Titan als Standard durchgesetzt. Sie sind besonders stabil und ausgesprochen gut verträglich. Als Alternative wurde in den letzten Jahren Zirkondioxid als keramisches Material getestet. Auf Grund verschiedener Probleme besitzt es derzeit jedoch nur experimentellen Charakter.

2. Wie lange halten Zahnimplantate?

Zahnimplantate auf Titanbasis haben sich klinisch über viele Jahre bewährt. Bei sehr guter Mundhygiene und guter Allgemeingesundheit könnten sie also Jahrzehnte ihren Dienst tun.

3. Tut das Setzen der Implantate weh?

Das Implantieren lässt sich im Prinzip als das Gegenteil der Zahnentfernung beschreiben. Damit die Behandlung nicht weh tut, wird wie beim Zahnziehen eine lokale Betäubung gegeben. Bei der Implantatbettbohrung spüren Sie eventuell eine Vibration wie beim Entfernen einer Karies und einen gewissen Druck, aber keinen Schmerz! Für drei Tage danach empfehlen wir sicherheitshalber gegen den Wundschmerz und die Schwellung die Einnahme eines Schmerzmittels.

4. Wie werden die Zahnimplantate eingesetzt?

Bevor es losgeht, wird eine lokale Betäubung in der Region gegeben, wo das Implantat eingesetzt werden soll. Dann wird ein kleiner Schnitt gemacht, um wie bei einem Fensterflügel das Zahnfleisch vom Knochen abzuklappen. Was nun folgt kennt jeder im Prinzip vom Einbringen eines Dübels in eine Wand, nur sind die Hilfsmittel deutlich kleiner. Für eine korrekte Implantatposition wird in der Regel eine sog. Bohrschablone eingesetzt. Damit wird die Position ?angekörnt?. Dann wird mit einem sehr schlangen Vorbohrer die Implantatlänge festgelegt. In weiteren Schritten erfolgt die Erweiterung des Bohrloches im Kieferknochen bis es mit der geplanten Größe des Implantates übereinstimmt. Nun kann das Zahnimplantat, im Prinzip eine innen hohle Titanschraube, eingedreht werden. Das Zahnfleisch wird anschließend wieder wie ein Fensterflügel zurückgeklappt und dicht vernäht. Zum Abschluss ist eine Röntgenkontrolle notwendig.

5. Wie lange bin ich nach der Implantation eingeschränkt? Kann ich am nächsten Tag wieder arbeiten?

Es konnte in wissenschaftlichen Studien gezeigt werden, dass 2 bis 3 Tage Ruhe nach dem Eingriff sich sehr positiv auf den Heilungserfolg auswirken. Gönnen Sie sich diese Zeit und planen Sie es entsprechend ein.

6. Was ist ein Knochenaufbau?

Wenn ein Zahn gezogen wurde, bildet sich auch der Knochen zurück, der vorher den Zahn festhielt. Hier verfährt der Körper wie überall im Körper nach dem Minimalprinzip: Was nicht gebraucht wird, wird abgebaut!

Das bedeutet aber auch, dass wenn ein Zahnimplantat gesetzt werden soll, dass dieser Knochen zumindest anteilig fehlt. Heute kann man ihn mit gewissem Aufwand wieder aufbauen. Dazu kann man Eigenknochen oder Knochen-Ersatzmaterial benutzen.

7. Wie wird der Knochen wieder aufgebaut?

Die Art des Knochenaufbaus richtet sich danach, ob der Defekt im Ober- oder Unterkiefer, im Front- oder Seitenzahnbereich liegt und natürlich nach der Größe des Knochendefektes selbst. Da die Varianten so vielfältig sind, empfiehlt sich hier ein persönliches Beratungsgespräch.

8. Woraus besteht das Knochenaufbaumaterial?

Der Knochenaufbau kann aus Eigenknochen bestehen. Das bedeutet, dass z. B. im Bereich des Weisheitszahnes im Unterkiefer ein kleiner Knochenblock herausgeschnitten wird und an anderer Stelle wieder angeschraubt wird. Schonender ist die Verwendung von Ersatzmaterialien. Hier hat sich hochgereinigtes und gefriergetrocknetes Material in Kombination mit einer Kollagenmembran als Standard herauskristallisiert. Das Ersatzmaterial stammt aus dem Knochen australischer Rinder, denn hier gab es bisher nie die Creutzfeld-Jacobs-Krankheit.

9. Wie viele Termine sind insgesamt für die Zahnimplantation notwendig?

In einem Termin wird implantiert, in einem weiteren nach sieben bis zehn Tagen erfolgt die Nahtentfernung. Nach im Schnitt drei Monaten kann die definitive Versorgung, z. B. eine Krone, eingesetzt werden.

In das Implantat wird dann ein Aufbau eingeschraubt. Auf den Aufbau kann dann wie auf einem Zahn eine Krone zementiert werden. Das schöne hierbei ist, das Implantatversorgungen wie ein Bausatz funktionieren, d. h. man kann alles auch wieder auseinander nehmen ohne etwas kaputt machen zu müssen. So könnte das Implantat auch Jahre später für eine andere, neue Versorgung als stabiler Pfeiler eingesetzt werden. Das ist ein klarer strategischer Pluspunkt von Implantatversorgungen.

10. Wie pflege ich meine Implantate?

Die Zahnimplantate brauchen wie die eigenen Zähne eine gründliche Pflege. Letztlich entscheidet sie über die Funktionsdauer des Implantates. Es geht darum, dass das Zahnfleisch um das Implantat morgens und abends von dem sich im ganzen Mund immer wieder neu bildenden Bakterienfilm befreit wird.

Wichtiger als die Sorte der Zahnpasta ist das mechanische Reinigen an sich. Wir empfehlen eine elektrische Zahnbürste sowie Zahnseide oder Interdentalraumbürstchen (kleine Bürsten, die wie Pfeifen- oder Flaschenreiniger aussehen) für die Zahnzwischenraumpflege. Einmal pro Woche ist die Anwendung eines antibakteriellen Gels (Wirkstoff Chlorhexidindigluconat) anstatt Zahnpasta nützlich.